
Östliche TraditionenInhalt
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Was sind die östlichen Traditionen?![]() Als "östliche Traditionen" fassen wir hier eine Vielzahl von theoretischen und praktischen Lehren zusammen, die aus Asien nach Europa gekommen sind. Die meisten Europäer haben Namen wie Qi Gong, Tantra, Tai Chi, Pranayama, Reiki, I Ging oder Yoga schon mal gehört und wissen, dass diese Traditionen nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben. Ihre Ursprungsländer - hauptsächlich Sri Lanka, Indien, Tibet, China, Korea und Japan - sind natürlich zusammengenommen viel größer und bevölkerter als Europa; deshalb werden nur vergleichsweise winzige Ausschnitte von deren Kultur hierher importiert. Magier machen mit diesen ganz unterschiedlichen Lehren im Prinzip das selbe, was auch andere Europäer machen: sie erlernen, interpretieren und gestalten sie aus ihrer jeweils eigenen Perspektive. Aus magischer Sicht sind verschiedene dieser Lehren für unterschiedliche Ziele von Wert: so kann Yoga der mystischen Erkenntnis dienen, Tai Chi und Qi Gong der Regulierung des eigenen Energiekreislaufs, I Ging der Divination und so weiter. Dabei lässt sich ausnutzen, dass es mittlerweile auch hierzulande viele Möglichkeiten gibt, diese Dinge (in mehr oder weniger verwestlichter Form) zu studieren. Ihre magischen Anteile, die andere Europäer gern unter den Teppich kehren, können Magier leicht wieder hervorholen. Innerhalb der Magieszene sind die östlichen Traditionen keine eigene Richtung, sondern eher eine lose Sammlung von Techniken, die in Herkunft und Stil einiges gemeinsam haben, aber ansonsten völlkommen unabhängig voneinander importiert und magisch eingesetzt werden. Schüler östlicher Traditionen sind meist Spezialisten auf ein oder zwei bestimmte Lehren. Aber es gibt auch Vermischungen: besonders Thelemiten, Chaosmagier und Freifliegende greifen gern mal auf solche Lehren zurück und stellen dann regelmäßig fest, dass die Weisheiten von Ost und West gut zusammenpassen. |
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Wie werde ich Schüler/in östlicher Traditionen?![]() Das hängt davon ab, welche Tradition es sein soll. In Körperübungen und Kampfkünste kann man in den gängigen Kursen hineinschnuppern, die in Sportvereinen usw. angeboten werden. Wer Glück hat oder eine Weile sucht, findet auch Lehrer, die nicht nur die "sportwissenschaftliche" Seite vermitteln, sondern auch auf die Rolle der Energie und die traditionelle Philosophie hinter der Praxis eingehen. Auch diese Lehrer nehmen aber in aller Regel Geld für ihre Hilfe. Besonders wichtig für diejenigen, die die magische Seite von so scheinbar grundverschiedenen Systemen wie Kung Fu und Mandala-Malerei kennenlernen wollen, ist regelmäßige Meditation. Diese erschließt die tiefere Bedeutung der Lehren und weist auf verborgene Gesetzmäßigkeiten hin, die sich magisch umsetzen lassen. Dieser Vorgang des zunehmenden meditativen Verstehens dauert selbst bei täglichem Üben einige Jahre. Dafür kann dieser Weg nach Erlernen der grundlegenden Techniken allein bewältigt werden und sollte es vielleicht auch: ein schlechter Lehrer schadet hier mehr als er nützt und wirklich gute Lehrer sind selten. Fortgeschrittene konzentieren sich meistens weiterhin auf eine bestimmte östliche Tradition, statt andere hinzu zu nehmen. Das liegt vor allem daran, dass diese Traditionen immer komplexer zu werden scheinen, je genauer man sie kennenlernt! Die Bücher, die für Fortgeschrittene interessant sind, sind zunehmend wissenschaftlicher Art, manche erlernen sogar die ursprüngliche Sprache ihrer Tradition um mehr zu erfahren. Vielleicht noch wichtiger ist die stete Suche nach guten Lehrern, die früher oder später in den Kontakt mit den ehrwürdigsten Meistern der jeweiligen Traditionen münden kann. |
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Wo finde ich weitere Informationen?![]() Alle östlichen Traditionen haben gemeinsam, dass sie bis vor relativ kurzer Zeit (verglichen mit der Länge ihrer Geschichte) größtenteils mündlich von Lehrer zu Schüler weitergegeben wurden. Noch heute ist das beste Weg, diese Lehren kennen zu lernen. Weil aber die meisten Lehrer in Europa relativ oberflächliches Wissen haben und schriftliche Erklärungen so leicht zu finden sind, ist es der Normalfall geworden, dass man zumindest einen Teil des Wissens aus Büchern und von Webseiten bekommt. Das gilt vor allem für die allerersten Schritte. Auch andere sehr informative Webseiten lassen sich leicht finden, beispielsweise für Kampfküstler die Ars Martialis. Alle wichtigen Quellentexte, die Lehrreden des Buddha zum Beispiel oder die Gespräche des Konfuzius oder das I Ging sind zumindest auf Englisch in Netz zu finden, einige auch in Deutsch. Eine besonders umfangreiche Sammlung ist das ISTA. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das mit den verschiedensten östlichen Traditionen zusammenpasst, ist das "Kursbuch Meditation" von David Fontana. Allgemeine Einführungen in die Religionen Asiens, denen diese Traditionen ja entspannen, sind ebenfalls nützlich, so zum Beispiel "Östliche Weisheit. Die fünf großen Religionen Asiens" von C. Scott Littleton. Darüber hinaus unterscheiden sich die Traditionen so sehr und sind auf so verschiedene Weise beschrieben worden, dass man sich am besten Bücher vom eigenen Lehrer empfehlen lässt. |
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Wo finde ich andere Schüler/in östlicher Traditionen?![]() Obwohl der meiste Informationsaustausch über östliche Tradition mündlich passiert, gibt es auch manches im Netz. Für die verschiedenen Traditionen gibt es teils eigene Foren, die unterschiedlich stark frequentiert sind - kleinere oder esoterischere Gebiete wie Tantra werden teils nur auf englischsprachigen Foren eingehender diskutiert. Google hilft da weiter! Die Yoga Forums sind relativ umfangreich und werden auch von Leuten besucht, die andere indische Traditionen verfolgen. Das deutschsprachige Kampfkunstforum ist besonders groß, wenn auch kaum von Magie-Interessierten frequentiert. Zahlreiche Organisationen vermitteln die östlichen Traditionen in meist gut organisierter Weise: leider gehen sie in der Regel auf die magischen Aspekte dieser Traditionen nur sehr oberflächlich ein. Trotzdem ist die Mitgliedschaft sinnvoll: vielfach ist es gar nicht möglich, tiefergehendes Studium zu betreiben, ohne in so einer Organisation Mitglied zu werden. Am besten schließt man sich vorerst derjenigen Organisation an, der der eigene Lehrer angehört, und schaut dann weiter. Mit den Kontaktseiten von Magisches Deutschland ist es natürlich außerdem möglich, Gleichgesinnte zu finden: eventuell europäisch orientierte Magier mit östlichen Interessen, wahrscheinlicher aber andere Schüler östliche Traditionen, die mit der Ausklammerung der Magie aus dem Mainstream der meisten Traditionen unzufrieden sind. Gemeinsame Meditationsabende oder Retreats mit solchen Weggefährten können sehr bereichernde Erfahrungen sein, sind leicht zu organisieren und kosten kaum Geld. |
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