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Was Magie ist und wozu sie nützt

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Echte Magie?

Viele Leute, die noch nie gezaubert haben, können nicht so recht glauben, dass man das im Ernst machen kann und dass es womöglich sogar noch funktioniert. Das liegt daran, dass Magie einige erstaunliche Ähnlichkeiten mit Sex hat...

  • wer es noch nie gemacht hat, hat echt seltsame Vorstellungen davon,
  • wer es gemacht hat, redet selten darüber... und wer doch drüber redet, kann es nicht wirklich beschreiben,
  • es gibt eine Menge Filme darüber, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben,
  • konservative Leute finden das Thema irgendwie peinlich und
  • es gibt so viele verschiedene Vorlieben und Varianten, dass man schlecht den Überblick bekommt.

Eine Menge Hindernisse! Kein Wunder, dass es unter diesen Umständen nicht so einfach ist, die Magie zu erforschen! Aber: es gibt tatsächlich magische Techniken, die funktionieren. Durch die die Wirklichkeit verändert werden kann, durch die man in die Zukunft schauen und glückliche "Zufälle" herbeihexen kann. Eine Menge Leute, die die Magie nie wirklich studiert oder ausprobiert haben, behaupten das Gegenteil. Aber das sind dieselben Leute, die früher behauptet haben, Hypnose würde nicht funktionieren, Autogenes Training wäre Unsinn oder man könnte nicht durch Akupunktur helfen. Dass an der Magie eben doch etwas dran ist, lässt sich ganz leicht feststellen, indem man es ausprobiert! Und so lange das, was die Magie tut, noch als Mythos gilt, können diejenigen, die es trotzdem machen, um so ungestörter zaubern...

Was genau Magie ausmacht und wie sie funktioniert... dazu gibt es sehr, sehr viele Meinungen. Sogar Leute, die es nicht praktizieren, haben ihre Meinungen, sie sind nur weniger gut informiert. Auf magisches-deutschland.net wollen wir keine von diesen Meinungen vertreten und dadurch andere ausschließen, sondern nur das feststellen, worüber sich alle einig sind (siehe unten) und Leute miteinander ins Gespräch bringen. Den Rest überlassen wir dem Urteil jeder/s Einzelnen von euch und bieten zu diesem Zweck einen möglichst breiten, vorurteilsfreien und toleranten Überblick über die Formen der Magie.

Ist das gefährlich?

Magie ist wie Sex: also ist sie auch gefährlich. Wer vorsichtig und sorgfältig damit ist, kann wunderbare Dinge erleben und bewirken. Wer nicht genug davon versteht oder Grenzen missachtet, kann sich selbst und anderen wehtun. Aber so, wie Sex den Körper verwendet, verwendet Magie das Bewusstsein. Pflege es und halte es sauber! Es gibt dafür erprobte Techniken wie das Gnostische Pentagrammritual. Trainiere diese, bevor Du größere Kräfte rufst!

"Gehirnwäsche", also Techniken die man nur einzusetzen braucht um die Persönlichkeit von Menschen zu verändern, funktioniert nicht. (Obwohl das praktisch wäre: wir könnten uns alle Gefängnisse sparen!) Der beste Beweis ist dass Gruppen die sowas angeblich können (zum Beispiel Scientology) trotzdem nur ganz wenige Mitglieder haben. Manche Menschen verbreiten das Märchen von der "Gehirnwäsche", weil sie eine Erklärung brauchen, warum sie mal in so einer Gruppe waren. Aber: die Persönlichkeit verändert sich langsam, durch Alter und Erfahrung. Magie kann unter anderem dazu verwendet werden, die langsame Veränderung der Persönlichkeit gezielt zu steuern. Aber man wählt diese Veränderungen immer selbst! Deshalb sei vorsichtig, welche Veränderungen Du Dir an Dir selbst wünschst. Sie könnten in Erfüllung gehen!

"Sekten" sind nicht die Banden von Bösewichten, als die sie in Zeitungen manchmal dargestellt werden. Stattdessen sind sie kleine Religionen oder Weltanschauungen, die arg in der Minderheit sind und zur Verteidigung besonders eng zusammenhalten. Auch das Christentum war einmal eine Sekte! Die meisten Sekten haben nichts mit Magie zu tun. Aber auch in der Magie gibt es Gruppen,

  • wo alle von einer einzelnen Person abhängen,
  • wo Diskussionen und Streit vermieden oder im Keim erstickt werden,
  • wo die meisten Mitglieder den Großteil ihres Freundeskreises innerhalb der Gruppe haben und
  • wo die Mitglieder regelmäßig über Nicht-Mitglieder lästern.

Das sind Sekten und sie funktionieren, indem sie ihre Mitglieder psychologisch unter Druck setzen, dabei zu bleiben. Manchen Leuten tut dieser Druck gut. Andere sind überfordert und gehen irgendwann lieber. Das ist ganz einfach (schließlich gibt es keine Gehirnwäsche), man verliert dabei aber viele Kontakte. Deshalb ist es gut, wenn man vernetzt ist und deshalb leicht neue Leute findet. Zwang darf es unter Magier/innen nicht geben. Wer dir einreden will, du "bräuchtest" eine Gruppe unbedingt, der lügt!

Die Grundsätze

Magie ist kein einfacher Trick, den man einfach nur einzuschalten braucht, um Superkräfte zu bekommen wie Harry Potter. Man braucht dafür kein "Anderer" zu sein, man braucht nicht "auserwählt" zu werden und erst recht braucht man seine Seele nicht dem Teufel zu verkaufen. Denn magische Fähigkeiten sind genau wie andere Fähigkeiten: man muss sie trainieren! Manche Leute haben zwar Talent. Aber Magie ist trotzdem wie eine Fremdsprache, eine Sportart oder ein Studium: wer wirklich gut darin ist, hat jahrelang geübt. Natürlich steigen viele gar nicht so intensiv ein, sondern sehen die Magie eher als Spielzeug oder als Hobby. Das ist auch kein Problem und schon mit wenig Aufwand kann man einiges erreichen.

Die Magie ist leicht mit Esoterik zu verwechseln. Das ist aber nicht das selbe. Im Gegensatz zur Magie ist die Esoterik eine ziemlich moderne Erfindung. Sie nimmt sich verschiedene - auch, aber nicht nur, magische - Ideen, tut sie in hübsche neue Verpackungen und verkauft sie massenhaft an Leute in Lebenskrisen. Leider zählt für die Esoterik vor allem, dass etwas sich gut verkauft, nicht dass es auch tatsächlich funktioniert. Deswegen lenken "esoterischere" Bücher zur Magie (meist an ihrer betont sanften Aufmachung zu erkennen) oft von tiefgründiger Magie eher ab.

Wie gesagt ist die Magie ein großes Gebiet und man kann sehr viel Zeit damit verbringen, wenn man möchte. Das führt dazu, dass vor allem die besonders Fleißigen ein sehr persönliches Verhältnis zur der Form der Magie entwickeln, die sie kennen. Das ist ein Stück Selbstverwirklichung und prinzipiell eine gute Sache. Leider kann es aber auch zu Intoleranz führen; man sollte deshalb regelmäßig daran denken, dass die verschiedenen Richtungen der Magie sehr viel gemeinsam haben!

Es gibt unterschiedliche magische Fähigkeiten: Wahrsagerei zum Beispiel, magische Heilung und die Beeinflussung der Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse. Diese Fähigkeiten haben nicht unbedingt miteinander zu tun: wer das eine kann, kann nicht unbedingt auch das andere. Alle magischen Richtungen (siehe unten) haben diverse Methoden, die verschiedenen Fähigkeiten zu aktivieren und zu nutzen. Man könnte sagen: Wenn Esoterik Fast Food ist, dann sind die verschiedenen magischen Richtungen wie deutsche, italienische und andere Gerichte. Sie unterscheiden sich, sie passen nicht immer zusammen, sie sind Geschmackssache, aber sie können alle satt machen und so Grundprinzipien wie Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise sind auch überall gleich...

Die Magie-Richtungen

Jeder Mensch ist einzigartig und so hat auch jede/r eine eigene Art, zu zaubern. Es gibt aber Ähnlichkeiten, Gruppen von Leuten, die magisch sozusagen verwandt sind und die kann man die Richtungen (oder "Traditionen") der Magie nennen. So ist es leichter, sich in der großen und vielfältigen Welt der Magie zu orientieren!

Die Klassischen

Sie sind die ältesten Formen der Magie: mehrere tausend Jahre alt. Ihre Traditionen sind komplex und ihre Geschichte enthält viele berühmte Namen. Jede von ihnen hat verschiedene Unter-Traditionen aus unterschiedlichen Ländern und Zeiten.

  • Heidentum

    Heiden sind die Anhänger von Naturreligionen, die älter sind als das Christentum. Dazu zählen beispielsweise die Germanische und die Druidische Religion. Heidnische Rituale sind oft eher Feste oder Gottesdienste - aber auch Magie gehört dazu. Weitere Infos zum Heidentum findest du hier.

  • Hermetik

    Die Hermetik, bestehend aus Astrologie, Alchemie, Kabbalah und anderen altehrwürdigen Lehren, bildet das magische Erbe Europas seit der Antike. Viele Elemente sind christlich, jüdisch oder stammen aus den antiken Religionen und Philosophien. Weitere Infos zur Hermetik findest du hier.

  • Östliche Traditionen

    Qi Gong, Tantra, Tai Chi, Reiki, I Ching, Yoga,... viele Lehren mit magischen Verwendungsmöglichkeiten sind aus Asien importiert worden. Sie stammen aus dem Buddhismus, Hinduismus, Daoismus und Konfuzianismus. Aber Zauberer interpretieren sie gern auf ganz eigene Weise. Weitere Infos zu den östlichen Traditionen findest du hier.

  • Schamanismus

    Der Schamanismus ist die älteste und ursprünglichste Magie überhaupt. Er verwendet Trance (veränderte Bewusstseinszustände) und betont die intuitive und vertrauensvolle Arbeit mit verbündeten Geistern. Schamanische Magie wird besonders häufig, aber nicht nur, zur Heilung eingesetzt. Weitere Infos zum Schamanismus findest du hier.

Die Spezialisten

Diese Richtungen entstanden ab Anfang des 20. Jahrhunderts aus den älteren Traditionen und aus neuen Ideen. Sie sind relativ einheitlich und spezialisiert auf bestimmte Praktiken, Gottheiten und Rituale.

  • Wicca

    Wicca ist eine moderne, initiatorische Religion mit heidnischen Wurzeln. Die vielen Göttinnen und Götter der Heiden sind für Wiccas Formen der selben Kraft. Wiccas betonen die Polaritäten, Natur, Harmonie und Gerechtigkeit. Weitere Infos zu Wicca findest du hier.

  • Pfad der Linken Hand

    Der Pfad der Linken Hand (LHP) ist die Selbstentwicklung zu persönlicher Freiheit und Macht. Dieses Ziel ist bewusst egoistisch. Religionen und Philosophien, die die individuelle Freiheit einem höheren Zweck opfern, zum Beispiel das Christentum, werden von Anhängern dieses Pfades abgelehnt. Weitere Infos zum Pfad der Linken Hand findest du hier.

  • Thelema

    Thelema ist das magische, philosophische und religiöse System, das von Aleister Crowley entwickelt wurde. Thelemiten haben das Ziel, ihren Wahren Willen zu erkennen, das heißt ihre verborgene tatsächliche Natur und die Liebe, welche sie mit dem Universum verbindet. Weitere Infos zu Thelema findest du hier.

Die Unabhängigen

Das sind die modernsten Formen der Magie. Sie betonen die individuelle Kreativität jedes Einzelnen und eignen sich besonders für Leute, die allein praktizieren.

  • Chaosmagie

    Chaosmagie beruht auf der Idee, dass es keine absolute Wahrheit gibt, und dass Magie dadurch funktioniert, dass man einfach an sie glaubt. Diese Richtung ist wenig spirituell und kommt gut mit Wissenschaft und Technik zurecht. Sie betont praktisches Experimentieren, ist lieber lustig als feierlich und lieber effektiv als traditionell. Weitere Infos zur Chaosmagie findest du hier.

  • Freifliegende Magie

    Freifliegende sind Leute, die sich aus der Magie das nehmen, was für sie passt. Anders als Chaosmagier glauben sie nicht mal an dies, mal an jenes, sondern bauen sich eine eigene Magie. Oft haben sie ihre ganz persönliche Religion oder Spiritualität. Weitere Infos zu freifliegender Magie findest du hier.

Aber aufgepasst! Diese Richtungen zu kennen, erleichtert den Überblick, aber trotzdem ist jede Hexe und jeder Zauberer einzigartig. Zwei Leute aus der selben Richtung können sich sehr unähnlich sein. Vielleicht sind sie nicht mal der Meinung, dass sie zu einer gemeinsamen Richtung gehören würden! Deshalb taugen diese Begriffe nicht als Schubladen, sondern nur als Orientierungspunkte.

Die Vorurteile

Das Thema Magie ist gleichzeitig ungewöhnlich und kompliziert. Das führt dazu, dass viele Menschen sich damit gar nicht weiter beschäftigen. Wenn sie dann trotzdem auf Magie stoßen (zum Beispiel weil sie jemanden kennenlernen, der sowas macht), fällt ihnen dazu nicht viel ein: Harry Potter vielleicht, die Unterscheidung in "weiße" und "schwarze" Magie und seltsame Vorstellungen aus Mystery- und Horrorfilmen. Leider gehören zu diesen wenigen Dingen, die Nicht-Magier/innen über Magie einfallen, auch einige dumme Vorurteile. Eines ist zum Beispiel, dass Magie nicht funktionieren würde und dass deshalb Leute, die daran glauben, nicht ganz richtig im Kopf wären. Ein anderes ist, dass Magie gefährlich und unkontrollierbar wäre, mit dem Teufel zusammenhinge oder nur von bösen Hexen und Schwarzmagiern verwendet würde. Solche Vorurteile sind natürlich Unsinn und wer sich etwas genauer mit Magie beschäftigt, wird das auch schnell feststellen. Aber gerade weil sich viele Menschen eben nicht damit beschäftigen, sind diese Vorurteile immer noch verbreitet. Verschiedene Sektenbeauftragte und ähnliche Personen, vor allem aus dem Umfeld der Kirchen, haben aus dem Verbreiten dieser Vorurteile einen gutbezahlten Beruf gemacht.

Das führt leider dazu, dass fast alle, die sich mit Magie beschäftigen, das lieber für sich behalten. Sie wollen nicht riskieren, dass ihre Freunde oder Verwandten, die solche Vorurteile haben, sich von ihnen abwenden. Auch wenn sich Magier/innen treffen, sind sie gern vorsichtig und trennen die Magie mehr oder weniger stark von ihrem Berufs- und Familienleben. Besonders Hexenzirkel und magische Orden, in denen sich relativ viele Magier/innen treffen, haben strikte Regeln, die die Privatsphären ihrer Mitglieder schützen sollen. Das macht es oft schwierig, Kontakte zu Mitmenschen zu finden, die sich mit Magie beschäftigen.

Wir von magisches-deutschland.net wollen gegen diese Vorurteile und gegen die Auswirkungen dieser Vorurteile kämpfen. Unser wichtigstes Ziel ist es, möglichst vielen Magie-Interessierten in Deutschland ein möglichst leistungsfähiges Netzwerk zu bieten.