
ChaosmagieInhalt
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Was ist Chaosmagie?![]() Chaosmagie enstand in den Siebziger Jahren in Großbrittannien als Protestbewegung und hat sich von dort aus rasch verbreitet. Die anfängliche Rebellion gegen verstaubte und ineffektive Magie brachte das neue Ziel der Chaosmagie mit sich: die Magie zu erforschen, neue und effektivere Methoden zu erfinden. Wenn seither technische Entwicklungen oder wissenschaftliche Entdeckungen gemacht wurden, waren die Chaosmagier/innen stets die ersten, die sie in ihre Rituale eingebaut haben. Die ersten Chaosmagier/innen fanden - und viele finden bis heute - die anderen Magierichtungen wären viel zu altmodisch, humorlos und abergläubisch. Für die Chaosmagie sind die Magierichtungen "Paradigmen" (das heißt Arten, zu denken) und sie will Paradigmen lieber beliebig wechseln können, als zu genau einem zu gehören. Auch die Vorstellung, dass es gar keine Magie gäbe, ist für die Chaosmagie nur ein Paradigma. Das Zentrum der Chaosmagie war und ist der magische Orden Illuminaten von Thanateros. Längst nicht alle Chaosmagier/innen sind da Mitglied; aber die meisten neuen Erfindungen und die meisten chaosmagischen Bücher kommen von dort. Die meisten Chaosmagier/innen haben zu den anderen Richtungen der Magie kein enges Verhältnis, weil sie sie nicht so ganz ernst nehmen, selbst wenn sie bestimmte Elemente von hier oder da sehr schätzen. Im Prinzip müssen Chaosmagier/innen aber in der Lage sein, in jede Richtung einzutauchen, ganz ernsthaft daran zu glauben ("Paradigmenwechsel") und sie erfolgreich magisch zu benutzen... zumindest für eine Weile. |
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Wie werde ich Chaosmagier/in?![]() Chaosmagie ist ein sehr individueller Weg, den man immer selber gestaltet. Die meisten Anfänger in dem Bereich erlernen erstmal ein paar einfache Techniken wie zum Beispiel Sigillenmagie oder das Gnostische Pentagrammritual und spielen damit herum, um zu erleben, ob sich die Mühe eigentlich lohnt. Je schneller man dann weitere Techniken erlernt, eigene Varianten erfindet oder sogar aus ihnen komplett neue Rituale zusammensetzt, desto besser. Jeder Mensch, der mit Chaosmagie experimentiert, stellt mit der Zeit fest, dass er/sie gewisse Denkmuster und Gewohnheiten hat, die bei der freien Gestaltung der eigenen Wirklichkeit stören. Zum Beispiel die tiefe Überzeugung, dass nur ganz aufwändige Magie funktionieren würde, oder umgekehrt der Glaube, echte Magie wäre immer einfach und elegant. Wer größere Erfolge mit Chaosmagie erleben will, muss diese Muster erkennen und sich von ihnen lösen, durch stille Meditation, bewusstseinsverändernde Praktiken und durch sogenannte Metamorphose: bewusstes Annehmen und Ablegen von Denk- und Verhaltensmustern. Weil für Chaosmagier/innen Ziele und Methoden austauschbar sind, gibt es kein langfristiges Ziel, dass alle Chaosmagier gemeinsam anstreben würden. Relativ beliebt ist die "Immanentisierung des Eschatons", das heißt das Herbeirufen eines neuen, magischen Zeitalters der Freiheit für alle Menschen. Auch kontinuierliche magische Forschung ist eine Möglichkeit; andere Chaosmagier/innen verfolgen lieber bestimmte persönliche Ziele wie Unsterblichkeit oder Erleuchtung - was auch immer sie darunter verstehen. |
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Wo finde ich weitere Informationen?![]() Chaosmagie wird nicht so sehr erlernt, sondern vor allem ausprobiert und trainiert. Man braucht deshalb gar nicht so viel zu lesen, sondern man muss vor allem den Mut zusammennehmen, sich interessant klingende magische Techniken zu suchen und sie einfach zu testen. Praxis heißt das Zauberwort! Die wenigsten Chaosmagier/innen haben bestimmte Lehrer, sondern höchstens Vorbilder, von denen sie etwas lernen können. Chaosmagier/innen brauchen auch nicht unbedingt in Gruppen Mitglied zu sein, außer sie sind der Meinung, dass sich das für sie persönlich lohnen würde, um ihre Ziele schneller zu erreichen, mehr zu erleben, mehr Spaß zu haben usw. Die beste Quelle für chaosmagische Informationen ist das Internet. Auf Seiten wie experimentalmagie.de, Chaosmatrix und ISTA: Chaos magic findet sich genug Material, mit dem man eine Weile beschäftigt ist, wenn man nicht bloß liest, sondern tatsächlich ausprobiert. Eine besonders empfehlenswerte Einführung ist "Knack und Back Chaos" von Phil Hine. Wichtige Bücher sind vor allem "Liber Null und Psychonaut" und "Liber Kaos" von Pete Carroll. Das "Handbuch der Chaosmagie" von Frater 717 ist eine nützliche Sammlung von Techniken und Ritualen. Auch "Illuminatus!" und die "Principia Discordia" sind bei Chaosmagier/innen sehr beliebt, obwohl man gar nicht auf den ersten Blick sieht, was sie mit Chaosmagie zu tun haben sollen. |
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Wo finde ich andere Chaosmagier/innen?![]() Chaosmagier treffen sich im Internet in Foren z.B. bei experimentalmagie.de oder in den Chaosmagie-Teilen von OccultForums.com oder dem Kondorforum. Die mit Abstand wichtigste Organisation von Chaosmagiern ist der schon genannte Orden Illuminaten von Thanateros (IOT). Allerdings hat der IOT ziemlich harte Aufnahmebedingungen und man muss große Hartnäckigkeit und Eigenständigkeit beweisen, um da mitmachen zu dürfen. Leichter zugängliche Gruppen sind der Z-Cluster und die Autonomatrix. Die Autonomatrix hat seit 2008 auch eine expandierende deutsche Sektion. Gerade weil Chaosmagier/innen gerne ihr eigenes Ding drehen und weniger feste Strukturen als inspirierende Kontakte gebrauchen können, sind die Kontaktverzeichnisse von magisches-deutschland.de für sie besonders nützlich. So kann man schnell Verbindungen knüpfen, voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern! |
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